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Schwerer Verkehrsunfall bei Neuruppin: 76-Jährige nach Frontalcrash gegen Baum aus Autowrack geschnitten

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18.05.2026 BB/Ostprignitz-Ruppin | Neuruppin/Wuthenow 16 Bilder ID 683 Angebot erforderlich
Neuruppin (OPR) – Ein dramatischer Verkehrsunfall auf der Verbindungsstraße zwischen den Neuruppiner Ortsteilen Wuthenow und Gnewikow forderte am Montagnachmittag eine schwerverletzte Person. Eine 76-jährige Autofahrerin prallte mit ihrem Pkw frontal gegen einen Straßenbaum und wurde im Wrack eingeschlossen. Die Feuerwehr musste schweres hydraulisches Gerät einsetzen, um die Frau zu retten. Am Montag, dem 18. Mai, kam es gegen 13:20 Uhr zu dem folgenschweren Zwischenfall. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei befuhr die 76-jährige Fahrerin eines Ford Focus die Landstraße, als sie aus bislang noch völlig ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abkam. Das Fahrzeug prallte mit enormer Wucht frontal gegen einen massiven Straßenbaum. Aufwendige Rettung hinter Sichtschutz Durch die starke Deformierung der Fahrzeugfront wurde die Seniorin in ihrem Pkw eingeschlossen. Die umgehend alarmierte Freiwillige Feuerwehr Neuruppin rückte unter dem Stichwort „VU Klemm“ (Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person) an. Um eine ungestörte und schonende Rettung der Patientin zu gewährleisten, bauten die Einsatzkräfte zunächst einen textilen Sichtschutz um den Unfallwagen auf. Noch während die technische Rettung vorbereitet wurde, übernahm ein Notarzt die medizinische Erstversorgung und Betreuung der schwerverletzten Frau direkt im Fahrzeug. Um einen Zugang zur Patientin zu schaffen, mussten die Feuerwehrleute schweres hydraulisches Rettungsgerät einsetzen. Die Wucht des Aufpralls und die Intensität der Rettungsarbeiten zeigten sich an der Einsatzstelle deutlich: Eine komplett herausgetrennte Fahrzeugtür sowie weitere Karosserieteile lagen im angrenzenden Straßengraben. Einsatzleiter schildert die Lage Einsatzleiter Richard Arndt von der Feuerwehr Neuruppin beschrieb die Situation vor Ort: „Als wir eingetroffen sind, hat sich die Lage wie folgt dargestellt: Wir haben ein Fahrzeug gegen den Baum stehen sehen, wo eine Person in diesem Fahrzeug war und sich selbst nicht befreien konnte.“ Die absolute Priorität lag auf einer engen Abstimmung mit den Medizinern. „Unsere Maßnahmen waren die Patientenbetreuung und in Rücksprache mit dem Rettungsdienst die patientenorientierte Rettung“, so Arndt. Nach der erfolgreichen Befreiung wurde die Frau auf einer Rettungstrage an den Rettungsdienst übergeben und mit dem Rettungswagen in ein nahegelegenes Krankenhaus transportiert. Verkehrsbehinderungen und Baumschaden Während der Rettungsmaßnahmen, der Unfallaufnahme und der anschließenden Aufräumarbeiten musste die Verbindungsstraße zwischen Wuthenow und Gnewikow beidseitig voll gesperrt werden. Hiervon war auch der öffentliche Personennahverkehr betroffen; ein Linienbus der Linie 777 musste vor der mit Leitkegeln gesicherten Absperrung warten. Eine Kolonne von Einsatzfahrzeugen des Rettungsdienstes, der Feuerwehr und der Stadtwerke säumte die Landstraße. Der Einsatz zog sich über längere Zeit hin. „Wir gehen davon aus, da verschiedene Beteiligte und Straßenbaulastträger noch vor Ort kommen müssen, dass wir eine Gesamteinsatzdauer von ca. anderthalb Stunden für uns haben werden“, prognostizierte Einsatzleiter Arndt noch während des Einsatzes. Gegen 14:35 Uhr konnte die Sperrung schließlich wieder aufgehoben werden. An dem Ford Focus entstand wirtschaftlicher Totalschaden. Da der betroffene Straßenbaum durch den Aufprall massive Rindenabschürfungen und strukturelle Schäden davontrug, wurde zudem ein Baumwart zur Begutachtung an die Unfallstelle gerufen. Die Polizei hat die weiteren Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufgenommen.